Hefezopf

Der Hefezopf - dieses Rezept ist bis auf ein paar Veränderungen so, wie meine Mutter ihn macht (so schmeckt er mir am besten!)

Es geht bei diesem Rezept weniger darum, ob und wie gesund oder ungesund der Hefezopf ist. Jeder, der unter Glutenunverträglichkeit leidet wird ihn ohnehin nicht machen können. Wer generell nur Vollkornprodukte isst, der wird daran auch keinen Gefallen finden.

Wer aber einen leckeren Hefezopf mal für den Sonntags- oder Ostertisch zu schätzen weiß, der wird ihn lieben!
Denn Wohlergehen hat auch viel mit guten Gefühlen zu tun. Und manchmal bringen uns die Gerichte, die wir als Kind so gerne gegessen haben wieder in besonders gute Stimmung!
Also, viel Spaß beim Backen und viel Vergnügen später beim Genießen, vielleicht mit etwas selbstgemachter Marmelade.

 

Ein paar Sätze vorneweg.
Der Hefeteig braucht Zeit und eine geduldige Bäckerin / einen geduldigen Bäcker. Jeder der es eilig hat, sollte ihn zu dem Zeitpunkt besser nicht machen. Er wird wahrscheinlich nicht gelingen.

 

Legen Sie alle Zutaten dorthin, wo Sie später den Teig machen werden. Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben. Die Hefe braucht die Wärme, von daher wird sie in lauwarmer Milch aufgelöst. Ist die Milch zu heiß gehen die Hefebakterien kaputt, ist sie kalt, fehlt der Katalysator für das Aufgehen der Hefe. Es ist also ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt.

Jetzt kann´s aber losgehen!

 

Zutaten aus kbA, soweit möglich:

500 g Weizenmehl

oder, für den, der´s lieber ein bisschen 'gesünder' mag:

200 g frisch gemahlenes Weizenvollkornmehl
300 g Dinkelmehl 630

3/4 Päckchen frische Hefe
1/4 L frische Vollmilch
100 g Butter
80 g Rohrohrzucker oder adäquate Menge Ahornsirup oder Agavensirup
1 Päckchen Vanillezucker
1 Prise Salz
abgeriebene Schale einer unbehandelten Zitrone
1 Ei + 1 Eigelb zum Bestreichen
nach Belieben Rosinen oder gehobelte Mandeln

 

Das Mehl in eine Schüssel sieben und mit einem Kochlöffel in die Mitte eine tiefe Mulde machen.
Die Milch erwärmen. Die Hefe in eine Tasse brökeln und von der lauwarmen Milch dazugeben. Die Hefe in der Milch auflösen. Etwas Zucker dazugeben und in die Mulde geben. Etwas Mehl darüber streuen.

 

Bedeckt mit einem Handtuch an einem warmen Ort für mindestens 15 Minuten gehenlassen.

 

Nach dieser Zeit sollte die Hefe gut gegangen sein. Sieht es in der Schüssel noch genauso aus, wie vor der Zeit und die Milch ist als solches flüssig noch erkennbar, dann war es entweder zu kalt zum Gehen, oder die Milch war zu kalt oder zu heiß.

Versuchen Sie es noch einmal. Stellen Sie die Schüssel auf eine warme Heizung oder in einen Raum, der besonders warm ist.

Ist die Hefe nun gegangen, dann wird der Rest der lauwarmen Milch vorsichtig in die Schüssel gegeben und alle weiteren Zutaten, das Ei, die Butter, das Salz, der Zucker und die abgeriebene Schale einer Zitrone.

Vorsichtig mit den Rührhaken die Zutaten alle vermengen. Solange Rühren, bis sich der Teig von der Schüssel löst. Dann wieder mit einem Tuch bedecken und an den warmen Ort stellen. Mindestens 20-30 Minuten ruhenlassen.

Hat der Teig sich in der Schüssel quasi verdoppelt, dann wird er auf einer Arbeitsfläche (auch die sollte nicht kalt sein, Stein ist also nicht angebracht) mit den Händen ordentlich geknetet. Manche schlagen den Teig auch. Man wirft ihn sozusagen auf dei Arbeitsplatte. Ich mache das auch manchmal, aber oft ist es mir zu laut.

Für eine weitere Runde wird der Teig ruhen gelassen.

Sie sehen schon, es braucht tatsächlich einige Zeit, bis man überhaupt dazukommt, einen Zopf zu flechten!

Ist der Teig ein weiteres Mal gegangen, dann den Ofen auf 190 - 200° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und in drei gleiche Teile teilen.

Die Hände und die Arbeitsfläche etwas mit Mehl bestäuben. Aus den drei Teilen nun drei ca. 30-35 cm lange Stränge rollen und daraus einen Zopf flechten.

Den Zopf auf das Backblech legen und wiederum für 10-15 Minuten gehenlassen.

Danach mit einem verquirlten Eigelb bestreichen.

Den Zopf für 30-40 Minuten backen. Wird er zu dunkel, ist innen aber noch nicht durch, dann legen Sie für die restliche Zeit eine Alufolie über den Zopf.

Zum Auskühlen auf ein Kuchengitter legen.

Guten Appetit!